Gesundheitstipps vom Hundesalon

Igel und Flöhe....

 

Wenn im Herbst das Laub raschelt, dann kann es ein kleiner Stachelfreund sein. Auf der Suche nach Futter vor dem Winterschlaf und einem Schlafplatz, sind sie sehr aktiv. 

Natürlich ist so ein kleines Tier sehr interessant für eure Lieblinge, die sich neugierig daran machen werden alles zu beschnuppern oder ihren Garten vor dem Eindringling beschützen wollen.  Allein durch das Schnuppern kann der noch kleinere "Mitbewohner" des Igels, der Floh (oft sind es ganze Familien), mal eben den Vermieter wechseln.

Für die Infektion mit Flöhen ist direkter Kontakt nicht nötig. Eure Tiere können die kleinen Blutsauger auch an der Schlafstelle von Igeln antreffen und befallen werden. Daher sollten sie auch über den Sommer hinaus vor Flöhen und bei unseren warmen Wintern auch vor Zecken geschützt werden.

Sollten Eure Hunde und Katzen doch ungeschützt einem Igel guten Abend sagen, dann bitte das Fell mit einem Flohkamm überprüfen. Den Kamm danach auf einem feuchten Küchentuch ausstreichen und das ausgekämmte Fell sorgfältig durchschauen. Wenn sich das Küchentuch rund um das ausgekämmte Fell rötlich färbt, ist das Tier vom Floh befallen.

 

Sind die kleinen Parasiten erst einmal in euer zu Hause eingezogen, machen sie es sich bequem in allen Ritzen und Polstern. Und flink beim Vermehren sind sie auch. Manchmal beissen sie aus Versehen auch mal einen Menschen. Oftmals versuchen sie es gleich mehrfach, so dass man mehrere beieinander liegende Bissstellen hat.

 

Für eure Tiere gibt es eine Menge Mittel zum Schutz. Bitte informiert euch.

 

In Eurer Wohnung wird nur der Einsatz eines Foggers (Giftverneblers) helfen.

 

Ich wünsche euch eine krabbelfreie fröhliche Herbstzeit.

 

Stephanie vom Hundesalon Kuschelwuschel-Hundechic

Die Zahngesundheit unserer Hunde

 Ob ein Hund Zahnstein bekommt, hängt von vielen Faktoren ab.

Eine Faustregel besagt, umso kleiner der Hund, desto schneller und stärker bildet sich Zahnstein. Toypudel, Yorkshireterrier, Chihuahua, dies sind nur Beispiele von Zwergrassen, die mit ihren Zähnen das ganze Leben Probleme haben. Aber auch Hunde, die stark speicheln, haben meistens früher und stärker Zahnsteinbildung. Untersuchungen zeigen, dass die Selbstreinigung des Gebisses am besten „funktioniert“, wenn Hunde oder Katzen nur 1x täglich gefüttert werden. Die wenigsten Hunde erhalten nur einmal am Tag Futter. 

Wichtig ist, dass Ihr als Tierbesitzer bei Ihren Hund regelmäßig die Zahngesundheit überprüfen laßt. Das kann man im Rahmen der jährlichen Allgemeinuntersuchung machen oder bei einem guten Hundefriseur. 

Warum ist eine Zahnsteinentfernung so wichtig?

Zahnstein bedeutet immer auch eine Ansammlung von Bakterienkolonien. Das ist weder für das Tier, noch für die Besitzer gesundheitsfördernd. Besonders wenn noch kleine Kinder oder kranke Menschen im Haushalt sind, sollte man ein Auge darauf haben. Wenn Fäulnisbakterien am Werk sind, hat ihr Fellkind Mundgeruch. Da sind Entzündungen im Mund- und Zahnbereich nicht weit. Entzündungen heißen SCHMERZEN, VERLUST VON ZÄHNEN, BEFALL INNERER ORGANE!!! Wenn sie in die Blutbahn eintreten, schädigen sie Herz, Nieren und andere Organe.

Oft merkt man nur, dass sein Tier sich nicht wohl fühlt. Aber denken wir einmal daran, was für Schmerzen wir bei einem kleinen Loch im Zahn haben. Und jetzt stellt euch vor, dass der Kiefer vereitert ist...   

Kauknochen können auch die Bildung von Zahnstein in einem gewissen Maß verhindern. Allerdings nur an den Zähnen mit denen der Hund auch kaut. Und das sind nur die hinteren Backenzähne und das oft auch nur auf einer Seite. So macht es Sinn, seinem Welpen schon frühzeitig das Zähneputzen anzugewöhnen. Es gibt Microfaserfingerlinge, Hundezahnbürsten und vielerlei Mittel.

Im Übrigen führe ich auch manuelle Zahnsteinbehandlungen OHNE NARKOSE durch. Das geht allerdings nur, wenn der Hund mitmacht bzw. geübt wurde, sich im Maulbereich anfassen zu lassen. 

WENN MEIN HUND ERKÄLTET IST ....

Fieber messen ist wichtig!
Der gesunde Hund hat eine Körpertemperatur von 38,0 bis 38,5 °C bei großen Rassen und bis zu 39,0 °C bei kleinen Rassen (Welpen bis 39,5 °C). Alles was darüber liegt ist definitiv Fieber und muss schnellstmöglich vom Tierarzt behandelt werden!!!

🚫 Menschl. Arzneimittel wie Aspirin, Ibuprofen, Paracetamol und Diclofenac sind GIFT für Hunde  !

Ist die Erkältung abgeklärt oder der Ausfluß (ohne Konsultation) klar und nicht gelblich, kann man zum Beispiel inhalieren.

Variante I mit 
Transportkorb/box:
In einem Topf Wasser aufkochen u. Meersalz hineingeben. Hund in den Transportbehälter stecken. Tür zu! 
Topf mit heißem Wasser und Meersalz (wahlweise auch Kamillenblüten) vor die Box stellen. Decke über Korb und Topf legen.
In dieser „Höhle“ verbleibt der Hund für etwa zehn Minuten. Oft schlafen sie dabei ein.

Variante II
Windel mit Inhalationsöl:
Stoffwindeln eignen sich hervorragend. Als Inhalationsöle nimmt man welche für Babys aus der Apotheke. Die sind milder für die emfindlichen Hundenasen.
Ein paar Tropfen auf die Windel träufeln und umbinden. 
⚠️ WICHTIG: Diese bronchienerweiternde Maßnahme NUR im WARMEN anwenden!!! Nicht mit dem Hund und der Windel im Kalten spazieren gehen! So kommen evtl.neue Erreger und Kälte in die Lunge.

Trinken anbieten!!!


KRÄUTER GEGEN INFEKTIÖSE BRONCHITIS 

Eine potentes Kraut gegen Husten ist Süßholz (Glycyrrhiza glabra oder G. uralensis). 
Hierfür stelle ich eine Art Tee her:
*auf 2 Tassen kalten Wassers (zum Kochen bringen) + 1 EL getrocknete Süßholzwurzel, anschließend abkühlen lassen. 
*Pro EL Süßholztee füge 1 TL Honig dazu
Verabreichung: 
Vor jeder Mahlzeit 2 EL (wenn es sein muss, per Spritze ins Maul). Den übrigen Tee kann man bis zu fünf Tagen im Kühlschrank aufbewahren.

Tee aus Salbeiblättern (Salvia officinalis), Brombeerblättern (Rubus spp.), Holunderblüten (Sambucus nigra), und natürlich Thymian (Thymus vulgaris) sind auch sehr hilfreich. Wenn der Tee abgekühlt ist, zum Aufbau des Immunsystems noch ½ TL Propolis (ein natürliches 
Antibiotikum), Kokosöl und 1 TL Honig hinein rühren. 
Vetabreichung:
Hund / Mensch sollten bei anhaltenden Symptomen alle zwei Stunden 1 TL zu sich nehmen.